In diesem Blog versuchen wir euch den Kalten Krieg etwas näher bringen zu können. Wir formulierten Sach-und Meinungsbildenen Texte, die euch hoffentlich gut informieren werden.

Viel Spaß beim lesen!





Mittwoch, 7. Dezember 2016

Kalter Krieg


Der Zweite Weltkrieg war gewonnen. Hitler-Deutschland und seine Verbündeten hatten kapituliert. Ein Großteil des Sieges verdankt die Welt den USA und der Sowjetunion. Gemeinsam schafften sie es, zeitgleich Deutschlands Linien im Westen und im Osten zu durchbrechen und damit Deutschland zur Kapitulation zu bringen. Die Zusammenarbeit zweier Mächte, deren Verhältnis schwieriger nicht sein konnte, brachte dem Krieg ein Ende. Es war jedoch ein zeitlich sehr begrenztes Bündnis. Schon kurz nach dem Krieg war die Lage zwischen den beiden Mächten angespannter und bedrohlicher denn je. Aufgrund politischer Uneinigkeiten scheiterte der Plan, Deutschland und Europa gemeinsam zu leiten. Stattdessen entartete dieser Versuch in ein 49 Jahre anhaltendes Kräftemessen der beiden Mächte, durch welches die Menschheit oft am Rande der Vernichtung Stand. Der Kalte Krieg.
Der Kalte Krieg entstand aus den Meinungsverschiedenheiten der beiden Supermächte USA und Sowjetunion. Seit Lenins Revolution 1917 war Russland ein kommunistischer Staat. Auf der anderen Seite standen die kapitalistischen USA. Im Kampf gegen Hitler war der lang anhaltende Zwist zeitweilig in den Hintergrund getreten. Nach gewonnenem Krieg verschlechterte sich das Verhältnis der USA zur Sowjetunion nicht zuletzt deshalb, weil der neue US-Präsident Truman ein großer Feind des Kommunismus war und versuchte dessen Verbreitung auf der Welt aufzuhalten. Das Bündnis scheiterte ebenso wie der Plan, gemeinsam Europa zu leiten. Europa teilte sich in zwei Teile. Auf der einen Seite die Westmächte unter der Leitung der USA, vereint in der NATO, die bis heute erhalten ist. Auf der anderen Seite der Ostblock, das Bündnis des Warschauer Paktes, geführt durch die Sowjetunion. Abgesehen von Korea und Vietnam, in denen die Supermächte aktiv eingriffen, kam es nie zu einem heißen Krieg. Es wurde nicht aufeinander geschossen. Stattdessen rüsteten beide Seiten um die Wette, mit der Absicht die militärische Oberhand zu erlangen. Nach dem Abwurf der Atombomben auf Nagasaki und Hiroshima im zweiten Weltkrieg durch die USA - was zum Teil als Machtdemonstration gilt - entwickelten beide Seiten ausreichend Atomwaffen, um damit die ganze Menschheit auslöschen zu können, hätte einer das Feuer auf den anderen eröffnet. Dieses Szenario war nicht abwegig. Mehrmals entging die Welt nur knapp dem „Overkill“.
Berlin, 24. Juni 1948. Die Sowjetunion lässt eine Blockade in Kraft treten, die es für die Westmächte unmöglich macht, den Westen Berlins zu versorgen. Hintergrund hierfür war der Versuch der Sowjetunion, Berlin von sich abhängig zu machen und untere alleinige Kontrolle zu bringen. Schon seit Beginn des Jahres behindert die Sowjetunion immer wieder Reisen in den Westen, ob mit der Bahn, dem Auto oder dem Schiff. Die offizielle Blockade trat aber erst in Kraft, als die Westmächte am 18. Juni 1948 die Reichsmark in zwei Tagen durch die Deutsche Mark ablösten und die alte Währung damit entwerteten. Da die Sowjetunion mit dieser Währungsreform nicht einverstanden war, drohte sie mit einer Blockade, um die Einführung der D-Mark in Berlin zu verhindern. Die Drohungen wurden wahrgemacht, die Blockade trat in Kraft. Das russische Elektrizitätskraftwerk, von dem Berlin seit vielen Jahren abhängig war, beendete offiziell die Versorgung West-Berlins mit Strom, wodurch der Strom dort komplett ausfiel. Auch der Wiederaufbau und die Versorgung durch die Westmächte in Berlin wurden unmöglich, da durch Absperrung oder Unterbrechung der Schienen und Autobahnen Versorgungsgüter nicht mehr dorthin gelangten. Der Wasserweg wurde durch Patrouillenboote der Sowjetunion versperrt. Um einen Krieg zu
verhindern versuchten die Westmächte eine Luftbrücke vom Westen Deutschlands nach West-Berlin aufzubauen. Der erste Flug dieses Unternehmens startete am 26. Juni 1948. Anfangs gab es nicht nur unter den Berliner Politikern Skepsis, ob es möglich wäre, auf diesem Wege die Versorgung aufrecht zu erhalten. Ebenso wie die Politiker hatten auch 86% der Berliner Bevölkerung Zweifel und Angst, ob mit dieser Methode die Versorgung für den Winter ausreichen würde. Das Ziel der Sowjetunion, die Westmächte zum Abzug aus Berlin zu bringen, schien fast erreicht. Aber entgegen aller Zweifel wurde die Versorgung auf dem Luftwege fortgesetzt und die Zuversicht wuchs. Durch einen mild ausfallenden Winter sowie verbesserte Koordination und Abläufe der Versorgungsflüge, besserte sich die Situation zunehmend für die Westmächte. Als die Sowjetmächte sich dessen bewusst wurden, versuchten sie nun auch die Luftlinie zu behindern, in dem sie in den westlichen Luftraum eindrangen. Durch die dadurch verursachten Kollisionen kam es mehrfach zu Abstürzen von Flugzeugen auf beiden Seiten. Trotzdem wurde die „Luftbrücke“ zwischen West-Deutschland und West-Berlin aufrechterhalten. Dies verbesserte das Verhältnis der Bevölkerung West-Berlins zu den Westmächten, aber auch unter den Westmächten Frankreich, USA und England selbst. Am 12. Mai 1949 wurde die Blockade von der Sowjetunion aufgelöst, nicht zuletzt auch wegen der Gegenblockade der Westmächte. West-Berlin war jetzt auch wieder über Land und Wasser zu erreichen und wurde durch das russische Kraftwerk wieder mit Strom versorgt. Hätten die USA auf die sowjetische Blockade nicht mit der „Luftbrücke“ sondern - wie von einigen gefordert - mit militärischen Maßnahmen reagiert, hätte der Kalte Krieg damals sehr schnell zu einem heißen Krieg werden können.




1961, 12 Jahre nach Beendung der Berliner Blockade, wurde Berlin erneut Schauplatz einer der kritischsten Momente des Kalten Krieges. Kurz nach dem Bau der Berliner Mauer, welche den östlichen Teil Berlins vom westlichen abgrenzte, fuhren zehn amerikanische Panzer zum Grenzübergang am Checkpoint Charlie. Mit dieser Geste sollte der zuvor ausgesprochenen Forderung der USA Nachdruck verliehen werden, dass sich westliche Militärs in Zivil beim Übertreten der Grenze nicht mehr auszuweisen mussten. Als die US-Panzer den Grenzübergang gerade verließen, wurden russische Panzer gesichtet die sich in Richtung Checkpoint Charlie bewegten. Auf der Stelle drehten die amerikanischen Panzer um und fuhren
zurück. 16 Stunden standen sich die russischen und amerikanischen Militärs so gegenüber, ohne zu wissen ob die andere Seite Befehl hatte zu schießen. Einen „normalen“ Kampf mit konventionellen Waffen, hätten die Amerikaner verloren. Mit 9.000 Soldaten und 30 Panzern in Berlin waren sie den 67.000 Soldaten und 1200 Panzern der Sowjets dort weit unterlegen. Aber es wäre kein „normaler“ Kampf geworden. Hätte eine Seite geschossen, wären von beiden Seiten Atomwaffen eingesetzt worden. Hiervon hatten beide Seiten genügend, um nicht nur den Kampf sondern auch gleich der ganzen Menschheit ein schnelles Ende zu bereiten. Glücklicherweise wurde aber zeitgleich in Washington eine Lösung ausgehandelt, wonach die USA einlenkten. Beide Seiten zogen ihre Panzer zurück und westliche Solldaten in Zivil zeigten fortan ihre Ausweise beim Übertreten der Grenze nach Ost- Berlin. Doch die nächste Krise ließ nicht lange auf sich warten.
Schon seit Beginn des Kalten Krieges positionierten beide Seiten ihre Atomwaffen an strategisch günstigen Punkten in ihrem Einflussbereich. Ziel war es, die eigenen Atomwaffen möglichst nahe am Gebiet des Gegners zu stationieren, um für den Feind im Falle des Angriffs die Zeitspanne für eine mögliche Gegenreaktion zu verkürzen. Nachdem die USA ihre Atomraketen in der Türkei stationiert hatten, reagierte die Sowjetunion mit der Stationierung ihrer Atomraketen auf Kuba. Diese Operation war streng geheim und sollte eigentlich nicht an die Öffentlichkeit gelangen. Vor Ort in Kuba ergaben sich jedoch zwei Probleme: Das Stromnetz auf Kuba war nicht stark genug und die erwarteten Palmenwälder gab es nicht. Mehr oder weniger ungeschützt lagen die Atomraketen an den Stränden Kubas, wo sie im Oktober 1962 von einem amerikanischen Aufklärungsflug entdeckt wurden. Aus Sicht der USA war damit der Bogen eindeutig überspannt. Geschockt von den Neuigkeiten kündigte Präsident Kennedy eine öffentliche Seeblockade für Kuba an. Die aus mehreren Kriegsschiffen bestehende Blockade sollte keine Schiffe mit Waffen an Bord durchlassen. Doch die russischen Schiffe hielten weiter auf Kuba zu, darunter mehrere U- Boote. Diese wurden von den amerikanischen Kriegsschiffen verfolgt, sofern sie ihren Kurs nicht änderten. Am 27. Oktober 1962 war die Lage sehr kurz davor zu eskalieren. Ein Aufklärungsflugzeug der USA wurde über Kuba abgeschossen, woraufhin die amerikanischen Schiffe ihrerseits das Feuer auf die sowjetischen U-Boote eröffneten. Diese waren mit Atomwaffen ausgestattet, hatten jedoch kaum mehr funktionierende Motoren und hätten aufgrund von Sauerstoffmangel eigentlich an die Wasseroberfläche auftauchen müssen. Da er keinen Kontakt nach Moskau hatte, war die Situation für den Kommandanten eines der U-Boote so ungeklärt, dass er, als sein U-Boot unter Beschuss geriet dachte, der dritte Weltkrieg sei ausgebrochen. Die Besatzung seines U-Bootes weigerte sich jedoch, den Atomtorpedo abzuschießen. Ohne Gegenwehr taucht das U-Boot auf. Nach nur wenigen Stunden wurde der Abzug der Sowjets aus Kuba verkündet. Doch der gefährlichste Moment stand der Welt noch bevor.
September 1983. Ein russischer Satellit meldet den Start einer amerikanischen Atomrakete. Im Raketenlagezentrum in Moskau schlägt der Computer Alarm. Die anwesenden Offiziere waren geschockt und bemühten sich über die Radareinheiten zu klären, ob es sich um einen Fehlalarm handeln könnte, während der Satellit weiter Raketenstarts meldete. Die Offiziere bekamen keinerlei Befehle, so dass der Oberkommandant der Zentrale die Entscheidung treffen musste, ob das Feuer erwidert werden sollte. Dieser hatte jedoch Zweifel an der Richtigkeit der Satellitenmeldung, da lediglich 5 Atomraketenstarts angezeigt worden waren, während beide Seiten für einen Angriffsfall geplant hatten „mit voller Einsatzkraft“ anzugreifen. Der Oberkommandant entschied den Alarm zu Stoppen und keinen Gegenangriff zu starten. Eine gute Entscheidung, denn es war tatsächlich ein Fehlalarm des Satelliten, dessen fehlerhafte Software Sonnenstrahlen als Startexplosionen interpretiert hatte.
Der Kalte Krieg endete nach mehreren gefährlichen Phasen mit dem Fall der innerdeutschen Berliner Mauer am 09. November 1998. Durch Glück und den Verstand einiger Entscheidungsträger kam es in dieser Zeit nicht zu einem atomaren Krieg.


Kjell H.

Quellen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Berlin-Blockade#/media/File:BerlinerBlockadeLuftwege.png

https://www.youtube.com/watch?v=Xh10_AYdQCI

Ein Zeitzeuge des kalten Krieges

 

Als ich 14 Jahre alt war, begann der kalte Krieg. Es war eine schlimme Zeit. Die Zeit, in der die Unsicherheit meinen Tag erfüllte. „Angst haben“ gehörte zum meinem Alltag. Jeden Tag, jede Sekunde, jede Minute könnte eine Atombombe den dritten Weltkrieg auslösen, könnte damit 1000 Familien das Zuhause zerstören. Meine Mutter erzählt mir von Atombomben, was sie auslösen könnten, doch ich glaubte nicht, dass es dazu kommen sollte. Bis die Nachrichten von unzähligen U-Boot Unglücken berichteten, konnte man mich nicht von meiner Sicherheit abbringen. Was ist, wenn doch etwas an den Gerüchten dran ist?
Selber redete ich mir ein, dass nichts passieren würde, trotzdem wusste ich nie, ob ich mir da sicher sein konnte. Jedes Mal, wenn eine neue Durchsage im Radio ertönte, wurde der Raum schlagartig leise, gespannt auf Informationen, und wenn es hieß, es sei mal wieder kurz davor, musste ich schlucken. In der nächsten Sekunde wurde aber schon wieder entwarnt. Ein ständiges hin und her, kaum konnte man sich konzentrieren, nur eine Frage, die uns alle beschäftigt. Atombomben zerstören alles und wie es gerade aussieht, wird die Welt zerstört. Ich wohnte mit meiner Familie in Berlin. Von meinem Kinderzimmer aus, konnte ich genau auf die Mauer schauen. Eigentlich schaute ich jeden Tag mindestens eine halbe Stunde aus dem Fenster, von dort aus konnte ich alles besonders gut beobachten. Meine Mutter jedoch wollte nicht, dass ich aus dem Fenster starrte. Sie hatte viel zu viel Angst um mich. Unsere Wohnung war zwar sehr heruntergekommen und dunkel, dennoch liebte ich es, mich in meinem Zimmer zu verkriechen und den Geräuschen zu zuhören. Tage vergingen und ich wurde älter. Es war ein schöner Herbsttag in Berlin, als ich die Panzermotoren hörte. In derselben Sekunde kam meine Mutter hektisch in mein Zimmer: „ bloß weg vom Fenster, bloß weg vom Fenster,“ schrie sie in den offenen Raum. Ich kann mich so gut dran erinnern, als wäre es gestern gewesen, dass die Panzer sich gegenüber standen „ wer als erstes Schoss, stirbt als zweites“. Jeden Tag war meine Familie der Angst ausgeliefert, doch am aller schlimmsten traf es meine Mutter. Ich weiß noch, als sie in unserem Esszimmer an dem kleinen Holztisch saß und immer wieder aufsprang. Kaum einer konnte sie beruhigen, nur unser Nachtbar, Herr Braun. Ständig war Mutter drüben, um sich ins Gewissen reden zu lassen. Ich selbst verstand das nie.


Nun bin ich ein alter Mann, viel Leid und Kummer bekam ich noch vom zweiten Weltkrieg mit. Mein Vater erzählte mir abends immer schaurige Geschichten. Doch an die kann ich mich kaum erinnern. Aber ob ich das überhaupt will? Atomwaffen sind viel zu gefährlich für die Menschheit, es wird immer Jemanden geben, der für diese Waffen ist. Aber diese Menschen denken nicht darüber nach. Wie ein Kreislauf oder ein Dominospiel. Wird eine Atombombe fallen, wird dies kein Land auf sich sitzen lassen und ebenfalls eine Atombombe abwerfen. Atombomben können alles zerstören. Sie sind ein Feind des Menschen und kein Freund. Sie machen alles kaputt, alles was ihnen unter ihre Rauchwolke kommt. Ich kann mir gut vorstellen, dass die Menschen noch einmal mit Atomwaffen drohen. Die Atomwaffe ist kein Schutzschild.


Mäggy W.

Quelle: Das hier ist eine fiktive Geschichte

Gerechtfertigter Rückschlag oder doch nur alberne Rache für Pearl Harbor?








Harry S. Truman wurde am 8. Mai 1884 in Lamar, Missouri geboren, wo er in sehr einfachen Verhältnissen aufwuchs. Zunächst war er al Farmer tätig und nahm 1918/19 freiwillig am 1. Weltkrieg teil. Er wendete sich erst später der regionalen Politik zu: 1927 wurde er Leiter der Country- Verwaltung. 1934gelang ihm schließlich der Sprung in den US-Senat, dem er bis Anfang 1945 angehörte. Während des 2. Weltkriegs wurde er überregional bekannt, wodurch er an der Seite von Franklin D. Roosevelt an der Wahl 1944 zum Vizepräsidenten gewählt wurde. Im April 1945 Übernahm er nach dem Tod von Roosevelt die Präsidentschaft. Am  16. Juli 1945 testet die USA unter dem Codenamen „ Trinity“ zum ersten Mal eine Atombombe, die die weltweit erste Atombombe war, die gezündet wurde. Dieser Kernwaffentest wurde im Rahmen des Manhatten- Projekts durchgeführt. Die Explosion, die eine Sprengkraft von 21Kilotonnen besaß, hinterließ einen 3m tiefen und 330m breiten Krater in der Wüste. Die Druckwelle war 100km weit zu spüren und die Pilzwolke, die für eine Atombombenexplosion typisch ist, erreichte eine Höhe von 12km. Um den Test zu verbergen, meldete das Militär, dass ein Waffenlager explodiert sei und gab erst am 6.8 also dem Tag des Abwurfs auf Hiroshima, bekannt, dass es sich um eine Atombombe gehandelt hatte. Der Außenminister Japans forderte den Botschafter auf, die Nachricht des Friedenswunsches des japanischen Kaisers vor der Konferenz in Potsdam, in der die drei Mächte sich trafen, die sowjetische Regierung zu überbringen. Japan sei bereit, harte Bedingungen zu akzeptieren, allerdings bliebe Japan keine andere Wahl, als bis zum bitteren Ende zu kämpfen, sollte die USA auf eine bedingungslose Kapitulation bestehen. Wenige Tage erfuhr Truman während der Konferenz, dass der Versuch mit einer Atombombe gelungen sei. Am 6.8. wurde die Bombe über Hiroshima gezündet, allerdings wurde Japan keine Zeit dazu gegeben, Hiroshima zu untersuchen, da schon am 9.8. die zweite Atombombe auf Nagasaki folgte. Der US- Bomber Enola Gay warf die Atombombe „Little Boy“ über Hiroshima ab. Die Explosion tötete etwa 92.000 Menschen sofort. Weitere 130.000 bis 140.000 Menschen starben bis zum Jahresende an den Folgen der Angriffe. Am 9.8.1945 um 11:02 Uhr warf der amerikanische Bomber die „ Fat Man“ über Nagasaki ab. Es handelte sich um den 2. und letzten Einsatz von Atombomben gegen Menschen. In der Innenstadt starben sofort etwa 22.000 Menschen, weitere 70.000 bis 80.000 folgten innerhalb der nächsten 4 Monate. Der Strahlenkrankheit zu Folge starben bis 1950 weitere 140.000 Menschen, da die Leukämierate siebenfach höher war, als für Menschen in vergleichbaren, japanischen Städten. Führende Amerikaner, darunter Dwight D. Eisenhower, Douglas Mc Arthur, Hanson Baldwin, William D. Leahy und Cherter Nimitz distanzierten sich stark vpn der Behauptung, der Atombombenabwurf sei notwendig und unvermeidbar gewesen. William D. Leahy (Stabschef des Präsidenten) sagte dazu: „ Meiner Meinung nach kann eine Kapitulation Japans zu für Japan akzeptablen Bedingungen in die Wege geleitet werden, die auch den amerikanischen Bedürfnis nach Sicherheit (…) Rechnung trüge“. Doch Truman blieb bei seinem Entschluss, die Atombombe abzuwerfen. Es gab hierzu drei Optionen die diskutiert wurden:

  1. Abwurf auf ein unbewohntes Waldgebiet.
  2. Einsatz gegen einen militärischen Stützpunkt.
  3. Abwurf auf vom Krieg verschonte Städte.            



Leider wurde die 3. Option gewählt, die die unmenschlichste Entscheidung war, vor allem, da die Bevölkerung nicht vorgewarnt war. Man kann stark davon ausgehen, dass der Abwurf der Atombomben auf Japan eine Art Rache für Pearl Harbor war und der antiasiatischer Rassismus einen bedeutsamen Hintergrund für Trumans Rechtfertigung an der Bombe gebildete.     



Lucie H. und Ronja J.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Harry_S._Truman Abschnitt: Harry S. Truman und Herkunft und Jugend

http://www.contratom.de/

https://de.wikipedia.org/wiki/Atombombenabw%C3%BCrfe_auf_Hiroshima_und_Nagasaki



Das Gleichgewicht des Schreckens und die Logik der Abschreckung


Als die Wissenschaft im 20. Jahrhundert die Kernspaltung für möglich erklärte, erschuf man die Atombombe.  
Obwohl viele Staatsmänner seit geraumen Zeitraum und besonders nach Ende des Kalten Krieges eine Welt ohne Atomwaffen als großes Ziel anstreben, ist die Welt heute weit davon entfernt. Zwar haben sich, vor allem auf der südlichen Halbkugel, viele Staaten in Süd-und Mittelamerika, in Afrika und im Südpazifik, aufgrund des Kalten Krieges, in Verträgen auf den Verzicht von Atomwaffen verpflichtet, doch vor allem die Siegermächte des Zweiten Weltkriegs rüsten ihre Atombewaffnung weiter auf. Abr grade solche Bomben führten zur Endung des zweiten Weltkrieges und es begann der Ost-West Konflikt.
Am 6. und 9. August 1945 entschied die amerikanische Regierung, unter Trumans Präsidentschaft, die zwei Atombomben „Little Boy“ und „Fat Man“  auf Hiroshima und Nagasaki abzuwerfen. 
Diese Bomben waren zwar eigentlich für Berlin und Hamburg gedacht, doch als Deutschland am 8. Mai 1945 kapitulierte wurde es überflüssig und Japan wurde das nächste Ziel.
Atombomben solche verharmlosenden Namen zu geben, wie „Little Boy“ und „Fat Man“, ist unserer Ansicht nach nicht im geringsten gerechtfertigt, da es aus einer tödlichen Vernichtungswaffe ein niedliches Bömbchen schafft. Hätten die Japaner die Möglichkeit gehabt, hätten sie wahrscheinlich früher oder später selbst eine Atombombe auf die Amerikaner abgeworfen. 

Auf die Frage ob es richtig oder falsch war, können wir kein eindeutiges Urteil schlussfolgern. Der Abwurf war gerechtfertigt:  Die meisten Historiker sind überzeugt, dass dieser das Leben vieler anderer gerettet hat und diese Meinung teilen wir, doch trotzdem sind tausende Unschuldige für dieses Opfer gestorben. Das ist ein Punkt den wir nicht übersehen wollen. Aus diesem Grund finden wir, hätte sich die USA dafür entschuldigen sollen, selbst wenn sie es in einer Krisensituation wiederholen würden. Einfach um zu zeigen dass sie es bedauern und um den Angehörigen etwas Genugtuung zu spenden, auch wenn sie es nicht bereuen. Barack Obama tat dies als erster Präsident, der Hiroshima im Mai 2016 besuchte, nicht. Dafür strebte er in seiner Rede nach einer Welt ohne Kernwaffen und forderte zu gemeinsamen Mut Findung auf, um Frieden zu schaffen.
Tatsächlich ist die Mehrheit der amerikanische Bevölkerung heute noch davon überzeugt, dass der Abwurf der Atombomben vor 70 Jahren gerechtfertigt war. Diese Einstellung geht zwar bei den jüngeren Leuten zurück, ist aber bei der Mehrheit der Älteren überwiegen vorhanden. Sie denken, dass sie alleine den Zweiten Weltkrieg beendet haben und dazu sozusagen jedes Mittel recht gewesen sei. Dieses Mittel waren die Atombomben, welche insgesamt 240.000 Menschen das Leben kostete. 
Das stellt uns die Frage warum diese Waffe so gefährlich ist.
Unserem Befinden nach vielleicht mehr weil sie so einfach zu bauen ist, als dass sie so viel zerstört. Jeder Drittklässler könnte einfach ein bisschen Uran zusammen tun und schon macht es BUMM.
…Natürlich braucht es ein wenig mehr, aber wenn man über Kenntnisse des Grundprinzip der Kernspaltung verfügt, ist es theoretisch möglich eine Atomwaffe zu bauen, die erneut tausenden von Menschen das Leben kosten könnte.





Frieden durch Atomwaffen? 
Befürworter der atomaren Bewaffnung führen als Beispiel die Abschreckungsstrategie des  Kalten Krieg an, wie es die Amerikaner und Sowjetunion taten. Dieses „Gleichgewicht des Schreckens“ bedeutete, dass zu jeder Zeit die gegenseitige Vernichtung technisch gesichert ist und deshalb niemand angreifen wird. 
Demzufolge ist es eine andere Art von Frieden, einer der aus Angst hervorgeht.
Diese Haltung führt jedoch zu einer dauernden Hochrüstung und immer leistungsfähigeren Waffen, da die einzelnen Staaten sonst fürchten in Nachteil zu geraten. So etwas wird auch Rüstungsspirale genannt. Diese Forschung muss schlussendlich noch finanziert werden und verschluckt bestimmt Unmengen von Geld, welches an anderen Stellen wieder fehlt. 
Es stimmt zwar, dass seit Hiroshima und Nagasaki keine der Atomwaffenstaaten angegriffen wurden, sie waren aber in viele andere Kriege verwickelt und die Anzahl der kriegerischen Auseinandersetzungen auf der Welt ging nicht zurück. Im Gegenteil, in den letzten Jahren stiegen sie  sogar deutlich an. 
Und ob der Abschreckungsgrundsatz gegenüber verzweifelten Regimen, religiösen Extremisten oder Terrorristen, die ohnehin ihr eigenes Leben einsetzen, überhaupt noch gilt, muss bezweifelt werden. 
Wir sind somit für eine Atomwaffen freie Welt, sodass gar nicht erst die Gefahr für einen Atomkrieg aufkommen kann, den im Endeffekt sowie so alle verlieren werden. 
Doch leider ist die Welt heute noch weit davon entfernt. Im  Moment gibt es 15.400 Atomwaffen, davon sind 1.800 in ständiger Alarmbereitschaft. 

Antonia F. und Sina S. 



Quelle: http://www.atomwaffena-z.info/heute.html