In diesem Blog versuchen wir euch den Kalten Krieg etwas näher bringen zu können. Wir formulierten Sach-und Meinungsbildenen Texte, die euch hoffentlich gut informieren werden.

Viel Spaß beim lesen!





Mittwoch, 7. Dezember 2016

Das Gleichgewicht des Schreckens und die Logik der Abschreckung


Als die Wissenschaft im 20. Jahrhundert die Kernspaltung für möglich erklärte, erschuf man die Atombombe.  
Obwohl viele Staatsmänner seit geraumen Zeitraum und besonders nach Ende des Kalten Krieges eine Welt ohne Atomwaffen als großes Ziel anstreben, ist die Welt heute weit davon entfernt. Zwar haben sich, vor allem auf der südlichen Halbkugel, viele Staaten in Süd-und Mittelamerika, in Afrika und im Südpazifik, aufgrund des Kalten Krieges, in Verträgen auf den Verzicht von Atomwaffen verpflichtet, doch vor allem die Siegermächte des Zweiten Weltkriegs rüsten ihre Atombewaffnung weiter auf. Abr grade solche Bomben führten zur Endung des zweiten Weltkrieges und es begann der Ost-West Konflikt.
Am 6. und 9. August 1945 entschied die amerikanische Regierung, unter Trumans Präsidentschaft, die zwei Atombomben „Little Boy“ und „Fat Man“  auf Hiroshima und Nagasaki abzuwerfen. 
Diese Bomben waren zwar eigentlich für Berlin und Hamburg gedacht, doch als Deutschland am 8. Mai 1945 kapitulierte wurde es überflüssig und Japan wurde das nächste Ziel.
Atombomben solche verharmlosenden Namen zu geben, wie „Little Boy“ und „Fat Man“, ist unserer Ansicht nach nicht im geringsten gerechtfertigt, da es aus einer tödlichen Vernichtungswaffe ein niedliches Bömbchen schafft. Hätten die Japaner die Möglichkeit gehabt, hätten sie wahrscheinlich früher oder später selbst eine Atombombe auf die Amerikaner abgeworfen. 

Auf die Frage ob es richtig oder falsch war, können wir kein eindeutiges Urteil schlussfolgern. Der Abwurf war gerechtfertigt:  Die meisten Historiker sind überzeugt, dass dieser das Leben vieler anderer gerettet hat und diese Meinung teilen wir, doch trotzdem sind tausende Unschuldige für dieses Opfer gestorben. Das ist ein Punkt den wir nicht übersehen wollen. Aus diesem Grund finden wir, hätte sich die USA dafür entschuldigen sollen, selbst wenn sie es in einer Krisensituation wiederholen würden. Einfach um zu zeigen dass sie es bedauern und um den Angehörigen etwas Genugtuung zu spenden, auch wenn sie es nicht bereuen. Barack Obama tat dies als erster Präsident, der Hiroshima im Mai 2016 besuchte, nicht. Dafür strebte er in seiner Rede nach einer Welt ohne Kernwaffen und forderte zu gemeinsamen Mut Findung auf, um Frieden zu schaffen.
Tatsächlich ist die Mehrheit der amerikanische Bevölkerung heute noch davon überzeugt, dass der Abwurf der Atombomben vor 70 Jahren gerechtfertigt war. Diese Einstellung geht zwar bei den jüngeren Leuten zurück, ist aber bei der Mehrheit der Älteren überwiegen vorhanden. Sie denken, dass sie alleine den Zweiten Weltkrieg beendet haben und dazu sozusagen jedes Mittel recht gewesen sei. Dieses Mittel waren die Atombomben, welche insgesamt 240.000 Menschen das Leben kostete. 
Das stellt uns die Frage warum diese Waffe so gefährlich ist.
Unserem Befinden nach vielleicht mehr weil sie so einfach zu bauen ist, als dass sie so viel zerstört. Jeder Drittklässler könnte einfach ein bisschen Uran zusammen tun und schon macht es BUMM.
…Natürlich braucht es ein wenig mehr, aber wenn man über Kenntnisse des Grundprinzip der Kernspaltung verfügt, ist es theoretisch möglich eine Atomwaffe zu bauen, die erneut tausenden von Menschen das Leben kosten könnte.





Frieden durch Atomwaffen? 
Befürworter der atomaren Bewaffnung führen als Beispiel die Abschreckungsstrategie des  Kalten Krieg an, wie es die Amerikaner und Sowjetunion taten. Dieses „Gleichgewicht des Schreckens“ bedeutete, dass zu jeder Zeit die gegenseitige Vernichtung technisch gesichert ist und deshalb niemand angreifen wird. 
Demzufolge ist es eine andere Art von Frieden, einer der aus Angst hervorgeht.
Diese Haltung führt jedoch zu einer dauernden Hochrüstung und immer leistungsfähigeren Waffen, da die einzelnen Staaten sonst fürchten in Nachteil zu geraten. So etwas wird auch Rüstungsspirale genannt. Diese Forschung muss schlussendlich noch finanziert werden und verschluckt bestimmt Unmengen von Geld, welches an anderen Stellen wieder fehlt. 
Es stimmt zwar, dass seit Hiroshima und Nagasaki keine der Atomwaffenstaaten angegriffen wurden, sie waren aber in viele andere Kriege verwickelt und die Anzahl der kriegerischen Auseinandersetzungen auf der Welt ging nicht zurück. Im Gegenteil, in den letzten Jahren stiegen sie  sogar deutlich an. 
Und ob der Abschreckungsgrundsatz gegenüber verzweifelten Regimen, religiösen Extremisten oder Terrorristen, die ohnehin ihr eigenes Leben einsetzen, überhaupt noch gilt, muss bezweifelt werden. 
Wir sind somit für eine Atomwaffen freie Welt, sodass gar nicht erst die Gefahr für einen Atomkrieg aufkommen kann, den im Endeffekt sowie so alle verlieren werden. 
Doch leider ist die Welt heute noch weit davon entfernt. Im  Moment gibt es 15.400 Atomwaffen, davon sind 1.800 in ständiger Alarmbereitschaft. 

Antonia F. und Sina S. 



Quelle: http://www.atomwaffena-z.info/heute.html   


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